Zahlungsverkehr

Zahlungsverkehr & Treasury – in Echtzeit in die Neuzeit

SEPA, Digitale Zahlungen, Instant Payments: der Zahlungsverkehr, - lange die "graue Maus" der Bankdienstleistungen - verändert sich seit einiger Zeit mit wachsender Geschwindigkeit. Das Ergebnis wird eine neue Generation von Zahlungsverfahren sein. Auf dem Weg dorthin müssen sich Kreditinstitute  und Finanzdienstleister einer Vielzahl von Herausforderungen stellen. Die gravierenden Änderungen betreffen zum einen die Schnittstelle zwischen Banken und Kunden (Retailkunden oder Corporate Treasuries) zum anderen die Zahlungsströme zwischen den Banken.

Neue Schnittstellen, neue Formate, neue Technologien die Banken müssen sich auf die massiven Umwälzungen, mit denen sie konfrontiert werden, vorbereiten. Inhalte und Dimension der Projekte werden die Ressourcen jeder Bank beanspruchen – und zwar sowohl fachlich als auch quantitativ. Das gilt besonders unter dem Druck ambitionierter Zeitplanung und wachsender regulatorischer Anforderungen.

Nach SEPA und Instant Payments laufen nun bereits Vorbereitungen für die Konsolidierung der TARGET2 und TARGET2Securities-Plattformen. Damit einher geht die vollständige Umstellung auf ISO20022. (Auch für die EBA ist eine Umstellung auf ISO20022 zu erwarten.)
Lesen Sie hierzu unseren Blogbeitrag: TARGET2 - TARGET2/T2S Konsolidierung

Wandel bietet Chancen

Für die Banken eröffnet die aktuelle  Entwicklung der Zahlungsverkehrslandschaft viele Möglichkeiten . Es gilt neue  Systeme und Technologien einzuführen, Architekturen zu überarbeiten, Geschäftsprozesse in der Zahlungsverkehrsabwicklung zu verbessern und insbesondere Zahlungsverkehr und Treasury Management besser zu verknüpfen.


Bereits heute bietet TARGET2 eine Reihe von Instrumenten, mit denen sich Liquiditätsströme genauer steuern lassen. Aus der Einführung des zentralisierten Liquiditätsmanagements (CLM) der konsolidierten TARGET2-TARGET2Securities-Plattform ergeben sich weitere Optimierungspotenziale.

Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag: Central Liquidity Management

Diese zu realisieren ist nicht nur notwendig -, um den gestiegenen regulatorischen Anforderungen an das Liquiditätsmanagement der Banken Rechnung zu tragen. In Anbetracht des absehbaren Endes der Niedrigzinsphase ist nun der richtige Zeitpunkt, um den Grundstein für Kosten- und Ertragspotenziale im Liquiditätsmanagement zu legen.

Auf dem Weg in die Neuzeit des Zahlungsverkehrs und des Liquiditätsmanagements begegnen den Kreditinstituten gleichermaßen Chancen und Risiken. Unsere Berater für das Thema Payments & Treasury helfen Ihnen, die Risken zu minimieren und die Chancen zu nutzen.

Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung, Umsetzung und Leitung Ihrer Zahlungsverkehrs- und Treasury-Projekte. Sprechen Sie uns an.

  • Strategische Fragestellungen
  • Eurosystem (Target2, T2S)
  • Architektur und Anbindung
  • Instant Payments

Regulierung und Innovation im Zahlungsverkehr, Konkurrenz und Kostendruck – das sind die brennenden Themen für Banken. Immer neue Anforderungen seitens der Gesetzgeber und der Regulatoren, ob national oder international, beeinflussen diesen Bereich erheblich. Hatte man gehofft, mit der SEPA-Umsetzung die Weichen für eine solide Basis gestellt und damit auf Jahre hinaus eine stabile Ausgangsbasis zu haben, ist das Ökosystem im Zahlungsverkehr mehr denn je im Umbruch. Neben innovativen Bezahlmethoden und den damit einhergehenden technischen Herausforderungen werben Fintechs mit Produktinnovationen und neuen Services.mehr dazuweniger

Banken sehen sich folglich zunehmend unter Druck. Regulatorisch wird den Banken beispielsweise im Hinblick auf Authentifizierungsverfahren deutlich mehr abverlangt als den Serviceprovidern. Anbieter neuer Produkte, bilden aber lediglich Teile der gesamten Prozesskette ab und erwarten, dass Banken die häufig kostenintensiven und wenig geliebten übrigen Teilprozesse abdecken. Hinzu kommt ein sich stark wandelndes Verbraucherverhalten. Insbesondere die junge und internetaffine Generation der Bankkunden wünscht sich Alternativen zu Überweisung und Kreditkarte:

  • Wichtige Entscheidungen stehen an bei der Zusammenarbeit mit Fintechs oder der Entwicklung eigener Produkte
  • Instant Payments: eigene Produktansätze oder minimale Umsetzung der EZB-Initiative

Die Zahl der Themen nimmt rapide zu. Um dieser Entwicklung standzuhalten, müssen unter anderem die richtigen Softwarelösungen stetig angepasst und weiterentwickelt werden. Und selbstverständlich ist es notwendig, bestehende Geschäftsprozesse zu analysieren, optimieren und zukunftsfähig zu gestalten.

Mit ihrer Expertise entwickelt syracom gemeinsam mit Ihnen Strategien im Bereich Zahlungsverkehr. Ebenso unterstützen wir Sie bei der Implementierung von Lösungen wie Instant Payments.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über unser Leistungsspektrum und kontaktieren unsere Berater.

Weitere Harmonisierungen und Effizienzsteigerungen im Eurosystem sind wichtige Ziele der EZB. Neben Initiativen wie TARGET2-Securities (T2S) und TARGET Instant Payment Settlement (TIPS) ist aktuell das Thema TARGET2/TARGET2-Securities-Konsolidierung auf der Agenda der EZB weit nach oben gerückt. Die EZB hat für die T2/T2S-Konsolidierung (inklusive der Umstellung auf den ISO 20022-Standard) einen straffen Zeitplan mit einem Go-live im November 2021 definiert. Dies heißt für Banken und Finanzinstitute, dass sie jetzt damit beginnen müssen, die erforderlichen Umstellungen einzuleiten.

Mehr dazu

Innovative Bezahlsysteme als Herausforderung: Innovative Bezahldienste machen es vor allem internetaffinen Nutzern leicht, online einzukaufen – ob per Smartphone, Tablet oder Notebook. PayPal, paydirekt oder Amazon Payments sind zugleich Herausforderung für alle Unternehmen in Deutschland. Um ihre Handlungsfähigkeit zu erhalten, müssen sie ihre IT-Strategie den geänderten Geschäftsmodellen anpassen. Dazu gehört eine nachhaltige Prozessoptimierung genauso wie die Entwicklung neuer Zielarchitekturen für den Zahlungsverkehr, immer unter Berücksichtigung der fachlichen Anforderungen des Unternehmens. Gemeinsam formulieren wir Anforderungen und Lösungsansätze und stimmen diese mit Ihren Fachabteilungen der externen Partner ab.mehr dazuweniger

Kommunikationskanal und Protokolle

Wichtiger Baustein im Zahlungsverkehr der Banken sind die genutzten Übertragungsprotokolle und Kommunikationswege zu Clearingsystemen und Korrespondenzbanken wie SWIFT und EBICS. Diese setzen den Aufbau einer passenden IT-Infrastruktur oder aber ein Outsourcing der jeweiligen Anbindungen voraus. Wir begleiten Sie gerne bei der Auswahl und Implementierung geeigneter Handlungsoptionen. So werden Sie den Interbanken-Zahlungsverkehr weltweit sicher und schnell abwickeln.

Informationen effizient verwalten und nutzen: Digitalisierung

Dokumente im Zahlungsverkehr digital archivieren und per Mausklick danach suchen. Das ist nicht mehr nur Revolution, sondern sollte Standard aller Banken sein. Alte Belege in großen Archiven entfallen damit. Ob Sie den Service eines Dienstleisters nutzen oder ein eigenes System aufbauen möchten – gemeinsam mit uns integrieren wir Ihr gewünschtes Archivmodell in das IT-System Ihrer Bank.

Geldtransfer in maximal 10 Sekunden (vom Auftraggeber bis zum Begünstigten) an 365 Tagen im Jahr – das ist Instant Payments. In Europa soll es, basierend auf dem EPC Schema SCT Inst spätestens Ende 2018 flächendeckend verfügbar sein. Bereits jetzt gibt es funktionierende nationale Lösungen in Großbritannien und Schweden. Neben weiteren nationalen Anbietern arbeiten derzeit sowohl EBA Clearing (ab November 2017 mit ihrem Angebot RT1) als auch das Eurosystem der Europäischen Zentralbank (Go live im November 2018 mit ihrem Angebot TIPS) an Clearing- und Settlement-Lösungen für den schnellen Zahlungsverkehr.mehr dazuweniger

Die Fragen, die sich die Kreditinstitute bei der Umsetzung von Instant Payments stellen müssen, sind vielfältig:

  • Wie kann die Liquidität für das Clearing der Instant-Payments-Zahlungen rund um die Uhr und an den Wochenenden in den
    verschiedenen Systemen sichergestellt werden?
  • Wie wird die Bonität des Zahlungspflichtigen geprüft?
  • An welches Clearing- und Settlement-System ist die Anbindung sinnvoll und sind möglicherweise mehrere Anbindungen parallel empfehlenswert?
  • Wie soll die Produktausgestaltung für die eigenen Kunden aussehen?

Denn in einem Punkt sind sich Branchen-Experten einig: Instant Payments wird in den kommenden Jahren den Zahlungsverkehrsmarkt sichtbar verändern  und verschiedene Zahlungsinstrumente zumindest teilweise ablösen. Dies betrifft in starkem Maße auch die SEPA-Zahlungsinstrumente. Für die Banken stellt sich daher nicht die Frage ob, sondern nur wann und wie sie ihren Kunden Instant-Payments-Produkte anbieten.

Interessant ist in diesem Kontext auch das Whitepaper von EBA Clearing:

Whitepaper lesen

Durch unsere vielfältigen Kontakte kennen wir das Thema aus erster Hand – wir wissen, wie weit die Planungen der unterschiedlichen Anbieter sind und welche Besonderheiten die verschiedenen Systeme aufweisen. Deshalb kann syracom seine Kunden bei der Entscheidung beraten, die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Szenarien berechnen und die Institute bei der Umsetzung begleiten.

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Harald Keller

Leiter Competence Center Zahlungsverkehr und Treasury

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